Freitag, 23. August 2013

Serienkritik: Boardwalk Empire

Boardwalk Empire ist eine Mafia - Serie  bestehend aus mittlerweile drei Staffeln und die vierte wird bereits gedreht. Sie wurde 2009 von dem amerikanischen Pay TV Sender HBO angefangen zu produzieren. Wer bereits die Sopranos kennt, zuletzt leider in der öffentlichen Wahrnehmung, weil James Gandolfinis viel zu früh aus dem Leben schied, kann auch etwas mit dem Namen Terence Winter anfangen.  
Jedenfalls hat dieser Terence Winter das Drehbuch für die Pilotfolge geschrieben und es danach kurzerhand Martin Scorsese überreicht. Herr Scorsese war so von der Idee fasziniert, dass er in einigen Episoden sogar selbst Regie führte. Aber worum geht es eigentlich ? 

Boardwalk Empire könnte man mit dem Königreich, dass auf der Straße gegründet wird, übersetzen. Es geht um Macht, Intrigen und Politik. Genauer gesagt um die Unterwelt der USA in den 1920er Jahren in Atlantic City. 
Diese Zeit ist vor allem durch die Prohibition gekennzeichnet. Die Amerikaner versuchten den Alkohol aus der Gesellschaft zu verbannen. HBO setzt sich hier einmal mehr mit der amerikanischen Geschichte auseinander und die Detailgewalt fasziniert von der ersten Minute an. Allein das Set für die bereits erwähnte Pilotfolge kostete 18 Millionen $. 
Doch die Hauptfigur ist ein gewisser Nucky Thomson. Er ist der Bezirkskämmerer von Atlantic City und in der Politik sehr engagiert und sehr erfolgreich. Nichtsdestoweniger ist er aber auch Geschäftsmann und weiß, dass sich in dieser Zeit mit dem Verkauf und Schmuggel von Alkohol eine Menge Geld verdienen lässt. Dabei ist nicht zuletzt Atlantic City - das Tor zur Welt - der ideale Platz um irgendetwas an die Ostküste der USA zu bringen. 
Es wird nun eine Geschichte rund um Politk und Korruption und die Verstrickung ineinander erzählt. Gepaart mit Lust, Liebeleien, Sex und Drogen sowie auf der anderen Seite die Geschichte eines Prohibitionsagenten, mit einer sehr fanatischen Art und seinem christlichen Glauben. Aber ich möchte nicht zu viel erzählen und verraten. 

Die Serie nimmt sich sehr viel Zeit über 12 Folgen je Staffel diese Geschichte zu erzählen. Dabei wird noch einmal der große Vorteil von Serienformaten deutlich. Wir tauchen ab in eine Zeit des Glamours und wir erkennen immer wieder neue Details und die Charaktere entwickeln sich und nehmen die unterschiedlichsten Züge an. 

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die vorzügliche Leistung von

Steve Buscemi, der hier als Nucky Thomson brilliert. Aber auch sonst sehen wir hier einen ganz hervorragenden Cast, dessen Leistung gerade in der 2. und 3. Staffel zunimmt und man einfach Spaß hat beim zusehen. 

Man fühlt sich wirklich von der ersten bis zur letzten Minute gefangen in einer wunderbaren Zeit. Die Kulisse wird wie auch der gesamte Cast mit Emmys und Golden Globes nur so überschüttet - aber völlig zu recht. 
Wer Mafiafilme liebt, wer den Paten großartig findet und wer sich mit den Sopranos anfreunden kann, für den ist Boardwalk Empire eindeutig Pflicht. 
Ich verspreche euch, dass ihr Boardwalk Empire lieben lernt. Wie bei den meisten Serien kommt die Liebe erst nach und nach - wenn sie aber da ist, dann richtig. 
Boardwalk Empire aus dem Hause HBO - spannend bis zur letzten Minute. Eindeutig reinschauen. 
Die Serie läuft in der 3. Staffel zur Zeit auf TNT Serie HD. Auch hier werden noch ab und an die Staffeln 1 und 2 wiederholt. Zur Zeit bietet Sky die Staffel 1 und 2 auch über seine Streaming Plattform Sky Go an. 
TNT Serie ist im Sky Welt Paket inklusive. 
Dies war meine erste Serienkritik zu Boardwalk Empire. Wer noch mehr großartige Serienempfehlungen haben möchte, der schaut auf meinem Blog vorbei. Wenn wir sonst noch miteinander kommunizieren wollen, schreibt etwas in die Kommentare oder schaut bei Facebook vorbei. 


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