Sonntag, 15. September 2013

Standpunkt: Das Ich kann´s besser.


Das Wir entscheidet - aber das Ich kann´s besser. Teil 1 zur Analyse der Wahlprogramme Die linken Parteien 

Der Wahlkampf ist öde. Der Wahlkampf ist langweilig. Der Wahlkampf ist alternativlos. Dies sind die Adjektive, die ich oft in der Berichterstattung hörte. An diesem Sonntag wählen die Bayern einen neuen Landtag, Grund genug sich einmal mit dem Wahlkampf auseinanderzusetzen. 

Ein Blick in die Parteiprogramme zeigt, dass es sehr wohl noch Alternativen gibt und es an den Politikern liegt, diese noch deutlicher herauszustellen. Doch dann kommen die Stimmen auf, dass es in Deutschland einen Lagerwahlkampf gebe. Lagerwahlkampf mögen wir Deutschen gar nicht. Aber warum ? 
Ich plädiere für eine starke inhaltliche Abgrenzung zwischen CDU und FDP (hier darf auch die Alternative für Deutschland hinzugenommen werden) und den Einheitsparteien SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNE sowie die SED - Fortsetzungspartei Die Linke. 
Die Parteiprogramme der linken Parteien erinnern mich an den Slogan eines deutschen Pay TV Senders, der immer am Ende der Fußballsaison die Partien der potentiellen Abstiegsgegner mit dem Titel „ Wer will es mehr?“ ankündigt. Ja, die vermeintlichen linken Weltverbesserer wollen in erster Linie MEHR. Mehr Staat, mehr Steuern, mehr Sozialausgaben, mehr Bevormundung. Sie umschreiben mit dubiosen neuen Begriffen ihre Weltanschauung, ihre Philosophie: Neue Gerechtigkeit taucht da beispielsweise auf. Zwei Wörter, die bei uns allen ganz unterschiedliche Assoziationen hervorrufen und genau auf diese Phänomen setzen die Linken. Es wird nicht genauer definiert, wie diese neue Gerechtigkeit auszusehen hat. Viel konkreter wird es dann bei der Steuerpolitik oder besser der Umverteilungspolitik. Reichensteuer, Millionärssteuer, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer die Liste ist lang und wird immer länger. Mich persönlich freut es natürlich sehr, dass die Literatur Einzug in die Politik findet. Eine Adaption von Robin Hood sind die Parteiprogramme der Linken allemal. Nur fehlt leider die Interpretationsgabe, die doch für den Deutschunterricht so wichtig ist. Deutschlehrer müssten den Linken ihre Parteiprogramme um die Ohren hauen. Mangelhaft. Mangelhaft auch für die Bürgerinnen und Bürger. Es wird kein Anreiz für die Wirtschaft geschaffen, wenn sich Leistung nicht mehr lohnt. Wenn ab einem gewissem Einkommen Dreiviertel an den Staat gehen und gerade einmal 25 Prozent bei denen bleiben, die sich anstrengen und mit ihrer eigen Hände Arbeit Wohlstand geschaffen haben. 
Nein, hinter dieser Philosophie steckt der aufgeblähte Staat, der sich um alles zu kümmern hat. Ein Staat, der sich nicht mehr auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann, weil alles reguliert werden soll. Ein Staat, der in Wahrheit handlungsunfähig wird und ineffizient arbeitet. Ein Staat, der bevormundet und verbietet statt Freiraum für verschiedenste Lebensentwürfe zu schaffen. 
Die Linken stehen für die Politisierung des Privaten, die Politisierung aller Lebensbereiche.  Diese Absicht wird einmal mehr deutlich, wenn man das Parteiprogramm der Linken studiert. Dort findet sich das Wort Eigentum, jedoch nur mit dem Adjektiv öffentlich. Die Enteignung des Eigentums ist der erste Schritt zu einem totalitären Staat. 
Die angestrebte staatlich festgelegte Leitkultur wird zur Leidkultur, die Gleichheit in allen Lebensbereichen fordert, statt Individualität zu akzeptieren. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen