Montag, 14. Oktober 2013

Begegnungen: Herbstsymposium Chorin


Nachdem ich bereits im Juli/August diesen Jahres bei der Woche der Freiheit in Kloster Lehnin teilnehmen durfte, war ich nun auf dem Herbstsymposium der Friedrich A. von Hayek - Stiftung für eine freie Gesellschaft. Vom Freitag, 11. Oktober 2013 bis Sonntag, 13. Oktober 2013 war ich Gast in Chorin. 
Mit einem Highlight startete das Programm bereits am Freitagabend. Der FDP Politiker Frank Schäffler, den ich bereits bei dem Forum Freiheit in Berlin erleben durfte, hielt einen Vortrag zum Thema „Zur Lage des Liberalismus und der Nation nach der Bundestagswahl“ Sein langjähriger Mitarbeiter Norbert  F. Tofall und Professor Habermann unterstützen diese Analyse inhaltlich. Ich persönlich finde es in jeder Hinsicht wohltuend, dass sich offen und ehrlich einer Analyse gestellt wird und Lösungsvorschläge angeboten werden. Diese Phänomen ist nicht jedem Liberalen vollends bewusst. Der Kernpunkt eines Juniorenkreises oder eines Herbstsymposiums sind die zu lesenden Texte. In fruchtbaren Diskussionen und einführenden Worten werden Meinungen bekräftigt, erwidert und inhaltlich auf hohem Niveau kontrovers argumentiert. Dabei fiel mir die Spannbreite liberaler Meinungen besonders wohltuend auf. 
Es gibt einen Diskurs, es gibt unbequeme Wahrheiten und es gibt einen Dialog. Dies ist aber auch umso wichtiger, wenn man an die nächsten vier Jahre denkt. 
Vier Jahre ohne eine liberale Stimme auf Bundesebene. 
Vier Jahre außerparlamentarische Opposition, aber auch vier Jahre Zeit einen Richtungswechsel innerhalb der FDP mit zu gestalten.
Diese Potential des Mitmachen und der aktiven Gestaltung sah und sehe ich innerhalb der FDP genauso wohlwollend, wie die denkverbotsfreie Diskussion. 
Der weitere Abend brachte uns anregende informelle Gespräche. Ich lernte neue Menschen kennen und konnte mich von vielen Ideen inspirieren lassen. 
Die einzelnen Texte werde ich in einem späteren Blog beleuchten und meine ganz subjektive Meinung dazu kundtun. 
Es sei mir aber noch gewährt einen Punkt anzusprechen. Nicht nur, dass der Veranstaltungsort weit entfernt und schwer erreichbar sein muss, er sollte auch seine kulturellen wie landschaftlichen Reize aufweisen können. Chorin ist dabei der ideale Ort gewesen: versteckt im Brandenburger Land und reizvoll im Kern. Das Zisterzienserkloster hat mich besonders beeindruckt. Ein malerischer Park verbunden mit einem Kloster, welches Ruhe und Besinnlichkeit verkörpert. Es war schon eine ganz besondere Atmosphäre, die es auf sich zu wirken lassen galt. In einem inhaltlich wie rhetorisch ergreifendem Vortrag hatte uns Professor Habermann über die Zisterzienser berichtet. In diesem Rahmen und in dieser kulturellen Umgebung sinniere ich gerne über große liberale Denker und Demokratie. Gerade auch in einem möglichen Spannungsfeld oder einer möglichen Harmonie beider. 

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