Freitag, 15. August 2014

Wahlkampftagebuch: 5. Teil: In Werdau nichts Neues oder doch ?

Freitag, 15 August. In etwas mehr als 2 Wochen werden die Abgeordneten für den Sächsischen Landtag gewählt. Grund genug für eine kurze Bilanz: 
Am heutigen Tag habe ich mich mit dem Auto nach Werdau auf den Weg gemacht, um auf dem Wochenmarkt gemeinsam mit Jan Löffler und unserem Team für die Sächsische Union und den Direktkandidaten zu werben. Nach einem eher mäßig besuchtem Markt, wollten wir die Ressourcen des Teams anderweitig einsetzen. Das heißt im Umkehrschluss: Flyer zusammenbauen. Der Sachsenbrief der Sächsischen Union samt der Vorstellung des Kandidaten Jan Löffler wird in nächster Zeit parallel zu den Marktständen in ausgewählten Haushalten verteilt. Diese Aufgabe übernimmt dabei ebenfalls das Wahlkampfteam. Heute konnten wir etwa 1000 Zeitungen mit einem Steckbrief des Abgeordneten und einem Kurzwahlprogramm für die Verteilung am nächsten Mittwoch vorbereiten. Primär werden dabei jene Haushalte bedient, in deren Orten wir keinen Wahlkampfstand unterhalten können. Nach einer weiteren Terminkoordinierung haben wir den heutigen Tag nicht öffentlichkeitswirksam beendet, wobei dann doch ein Foto unseres Tagewerks gemacht wurde. 
Ich habe mich schon fast dafür entschieden, dass heute kein Wahlkampftagebuch online kommt, aber auch die Abläufe hinter den Kulissen gehören zu einem Wahlkampf dazu. Der heutige Tag war so ein Vorbereitungstag. Ab dem morgigen Samstag hat unser Wahlkampfteam wieder einen Stand auf dem Taubermarkt in Crimmitschau und verteilen dort unsere Flyer. 
Auf einen etwas längeren Beitrag gestern, folgt also heute ein etwas kürzerer Beitrag. 
Dies zeigt zum einen deutlich, dass Wahlkampf immer nur ein Teil der Politik ist. Der Dialog mit den Menschen in Sachsen und den Menschen vor Ort wird zwar unmittelbar über den Wahlkampf gewährleistet. Dennoch besteht die Möglichkeit über Bürgerbewegungen, Parteien,  Abgeordnetengespräche vor Ort oder im Landtag sowie über Bildungsfahren in den sächsischen Landtag seiner Meinung Gehör und Gewicht zu verleihen. Die Möglichkeiten sind also vorhanden. Dieses Wahlkampftagebuch hat auch das Ziel, die Wege aufzuzeigen und für eine rege Beteiligung der Bürger zu werben. Nicht nur bei Wahlen. Miteinander Zukunft gestalten. Auch so geht sächsisch. 
Als kleiner Abschluss des heutigen Tagebucheintrages möchte ich auf eine ganz persönliche Aktion meinerseits verweisen. 
Zur Vorgeschichte: 
Ein Wahlkampf im ländlichen Raum unterscheidet sich natürlich von einem Wahlkampf in der Großstadt. Andere Zielgruppen, andere Themen und andere Relevanzstrukturen. Ein Beispiel: Während eine Großstadt über den schnellen Internetzugang LTE nahezu flächendeckend verfügt, ist in manchen Gemeinden und Regionen ein schneller Internetanschluss ein wichtiges Thema. Wir sprechen hier von einer Art der Infrastruktur, die für die ländliche Bevölkerung dringend benötigt wird, um die Wettbewerbsfähigkeit der Kommune vor Ort zu gewährleisten. Daher ist der Ausbau des Internets in einem ländlich geprägtem Wahlkreis wichtig, während es in einem städtischen Wahlkreis nur eine sekundäre Bedeutung hat. 
Zu meiner Sicht, also Saschas Sicht: 
Ich durfte nun schon seit meinem Kommunalwahlkampf das Argument hören, dass es im ländlichen Raum kaum Wahlkampf gebe. Mit diesem Wahlkampftagebuch versuche ich diesem Punkt zu widerlegen. Nicht, weil ich mir davon persönlich einen Vorteil erhoffe, sondern weil wir es uns nicht leisten können, den ländlichen Raum oder welche Region Sachsens auch immer außer Acht zu lassen. Das macht die Sächsische Union nicht. Auch so geht sächsisch. 
Zu meiner konkreten Aktion: 
Ich habe gezielt im Ort durch persönliche Kontakte und einem Brief auf Termine von Abgeordneten vor Ort hingewiesen. Die tägliche Lektüre der Zeitung zeigt nämlich ganz genug, an welchem Ort, welche Abgeordneten für einen persönlichen Gedankenaustausch und Meinungsaustausch zur Verfügung stehen. Diese Termine einmal gebündelt zusammenzufassen ist eine neue Art des Wahlkampfes. Ich erhoffe mir, dass durch der persönlichen Ansprache der ein oder andere Termin wahrgenommen wird. Vor Ort vernetzt. Auch so geht sächsisch. 



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