Dienstag, 16. Dezember 2014

Adventskalender: 16. Dezember 2014

Begegnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, gleich fällt es uns ein. 

Wie oft können wir jemand begegnen, dem wir Dank schuldig sind, ohne daran zu denken.


Ich möchte heute einmal Danke sagen. Es fällt uns nicht immer leicht Danke zu sagen, wie es Goethe schon in diesem Zitat formulierte. Aber warum eigentlich? 
Ich stehe jeden morgen auf, gehe in die Uni und in den Sächsischen Landtag und bin dankbar dafür. Ich freue mich, wenn mir Menschen begegnen, die das gleiche empfinden. Es ist ein Art Demut vor dem, was ich erreicht habe. Es ist aber auch Stolz. Stolz vor meiner Leistung. Stolz für das Vertrauen, dass Menschen in mich setzen. Stolz, dass ich gebraucht werde. Jeder Mensch hat in seinem Leben eine Aufgabe. Etwas was ihn antreibt. Etwas was ihn jeden Tag aufstehen lässt. Etwas was ihn antreibt. Mich persönlich treibt an, dass ich etwas erreichen kann. Ich habe mein Leben in meiner Hand. Ich entscheide, was ich mache. Ich entscheide, was mich glücklich macht und ich weiß, was mich glücklich macht. Das Ich kann´s besser, sagte ich einmal in einem Blog. Wir brauchen keine übergeordnete Staatsmacht, die uns sagt, was wir tun oder lassen sollten. Ich weiß schon, was mir gut tut. 
Diese Freiheit eröffnet mir so viele Möglichkeiten. Ich darf studieren was ich möchte und ich darf entscheiden, wann ich mich für etwas entscheide. Aber ich entscheide. Das ist die Freiheit, für die so viele Menschen auf die Straße gegangen sind und es noch heute tun. Der Staat ist dabei ein Rahmen, der es mir ermöglicht mich zu entscheiden. 
Dankbarkeit bedeutet für mich in erster Linie die Dankbarkeit gegenüber meiner Familie. Sie glauben an mich und unterstützen mich. Finanziell und auch mit guten Ratschlägen und Worten. Die Familie ist dabei für mich die entscheidende Konstante in meinem Leben. Daher danke ich meinen Eltern für die Unterstützung und den Glauben an mich. 
In letzter Zeit denke ich oft über Dankbarkeit nach. In der Weihnachtszeit denke ich auch an Menschen, die nicht dieses Privileg haben. Sie sind unsicher und verunsichert. Da braucht es die Hilfe und Unterstützung von uns allen. Aus diesem Grund spenden viele Menschen in der Weihnachtszeit. Aber diese Hilfe ist doch nicht an eine Jahreszeit gekoppelt. Es ist kein Naturgesetz nur an Weihnachten an andere zu denken. 
Ich plädiere daher für eine offene und freie Gesellschaft. Nur in Freiheit kann jeder nach seinen Möglichkeiten etwas erreichen. Ohne Gängelung und mit viel Vertrauen in jeden Einzelnen. 
Bleiben wir also frei und tolerant. Nicht nur in dieser stillen besinnlichen Zeit. 

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