Dienstag, 23. Dezember 2014

Adventskalender: 23. Dezember 2014 Teil 2

Die traditionelle Christvesper an der Dresdner Frauenkirche lässt die Dresdnerinnen und Dresdner und all ihre Gäste aus nah und fern zu Ruhe und Besinnlichkeit kommen. Auch nach über 20 Jahren ist sie ein Teil der Weihnachtszeit in Dresden. Heute Nachmittag versammelten sich aus diesem Anlass 21.000 Menschen auf dem Neumarkt in Dresden direkt vor der Frauenkirche. Einst ins Leben gerufen, um die zerstörte Frauenkirche wieder aufzubauen, erstrahlt die Kirche heute in neuem Glanz und lädt noch immer zur Christvesper. Die Worte, die der Landesbischof und der sächsische Ministerpräsident wählten standen im Zeichen von Weltoffenheit Toleranz und Barmherzigkeit. Der wunderbare Abschluss eines jeden Weihnachtsgottesdienstes ist dabei das gemeinsame Singen. Ein Gänsehautgefühl, wenn 21.000 Menschen das Weihnachtslied "Oh du fröhliche" anstimmen. Eine weitere Tradition ist das Verlesen der Weihnachtsgeschichte nach Lukas. 
Dies möchte ich auch heute tun, geschrieben in meinem Adventskalender und zur Einstimmung auf ein fröhliche, seelische gnadenbringende Weihnachtszeit für uns alle. Herzliche Grüße und einen schönen Vorweihnachtsabend. 

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas:
Es begab sich aber zur der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden
bei den Menschen seines Wohlgefallens.
Und als die Engel von ihnen in den Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in einer Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

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