Mittwoch, 3. Dezember 2014

Adventskalender: 3. Dezember 2014 3. Teil

Eine neue Serie aus dem Hause HBO verspricht hohe Qualität und neue Maßstäbe. Serien sind die neuen Blockbuster, das haben wir nicht zuletzt durch Game of Thrones und Boardwalk Empire erleben dürfen. 
Mit House of Cards hat Netflix eine echte Konkurrenz geschaffen, die dem Streaming Dienst in den USA einen sprunghaften Anstieg der Abonnentenzahlen bescherte. Dabei war sich Netflix dem Erfolg wohl nicht bewusst, da in Deutschland die exklusiven Vermarktungsrechte bei Sky liegen. Von Weitsicht kann man demnach bei der Expansion von Netflix nach Deutschland nicht sprechen. Es bedarf immer der Exklusivvermaktung, wie schon Sat 1 mit dem Kauf der ersten House of Cards Staffel merken musste. Die Quoten lagen konstant im unteren Bereich und weit unter dem Senderschnitt. Zum einen lag es an der schlechten Vermarktung zum anderen an der unsäglichen Ausstrahlung Sonntags weit nach 22 Uhr. Es ist wirklich schade, dass man solch eine hohe Qualität nur noch im Nachtprogramm zu sehen bekommt. Da hilft es auch nicht, wenn das ZDF Mad Men erst nach 5 Jahren ins deutsche Fernsehen bringt. Im Zwangspaytv läuft Staffel 1, im Pay TV beginnt Staffel 5 zur gleichen Zeit. Attraktivität sieht anders aus. Innovationen sind im deutschen Fernsehen nicht zu erkennen. Die Gebühren müssen ja eh bezahlt werden, also bekommt der Zuschauer alte Formate - von der Werbung einmal abgesehen. Das deutsche Fernsehen traut sich nichts mehr zu. Ein Prozess, den ich als Fernsehfan und Serienfan nur schwer nachvollziehen kann und der mich traurig macht - gerade auch im Hinblick auf andere Länder.  Aber sei es, wie es sei. Das hält HBO noch lange nicht ab echte Qualität zu bringen. 
Mit dem Genre einer Comedyserie geht Pay TV Sender nun einen neuen Weg. Dies ist auch bitter nötig, wenn man sich die starke Konkurrenz aus dem Online Streamingangebot von Netflix, Sky Go, Amazon Prime Instant Video oder auch Watchever ansieht. 
Die Serie Silicon Valley wird seit dem 6. April 2014 im Kabelsender HBO ausgestrahlt und ist zudem seit dem 12. November bei Sky Atlantic HD und auf der Plattform Sky Go zu sehen. Mit einem bravourösen Start hat sich die Tech-Comedy Silicon Valley beim amerikanischen Pay-TV-Sender HBO eine zweite Staffel verdient. Mit deutlich besseren Zahlen als vorherige Starts deutet sich eine längere Zukunft für die Comedy an.
Aber worum geht es eigentlich? 
In „Silicon Valley“ dreht sich alles um den bekannten Standort der IT-, High Tech- und Startup-Industrie in den USA, wo Innovation und Erfindungsreichtum und schräge Typen an der Tagesordnung sind. Mike Judge („Beavis and Butt-Head“, „King of the Hill“) entwickelte die Serie, und fungiert zusammen mit Alec Berg („Seinfeld“, „Curb Your Enthusiasm“) als Executive Producer.
Richard, der Hauptcharakter, arbeitet als Softwareentwickler im Silicon Valley bei einem Unternehmen namens hooli. In seiner Freizeit hat er einen revolutionären Kompressionsalgorithmus geschrieben, den sein Chef Gavin Belson ihm für mehrere Millionen abkaufen will. Richard (Thomas Middleditch) entscheidet sich jedoch für gegen das Angebot. Hier setzt nun die chaotische Handlung ein. Der Investors Peter Gregory, der ihm anbietet, ein eigenes Start-up zu gründen, um damit mutmaßlich Erfolg zu haben. Gemeinsam mit seinen Mitbewohnern gründet er nach einigen Startschwierigkeiten das Unternehmen „Pied Piper“. Da Pied Piper bei TechCrunch Disrupt angemeldet ist, steht das Team bei der Entwicklung der Anwendung unter starkem Zeitdruck. Hooli arbeitet unterdessen an Nucleus, einer Kopie des Kompressionsalgorithmus von Pied Piper. 
Fünf junge Typen versuchen sich in der kalifornischen Tech-Startup-Szene durchsetzen. Sie sind sonderbar, miserabel gestylt, sozial inkompetent - aber mehr oder weniger genial. Mike Judge verquickt in der HBO-Hitserie treffend und witzig Raubtier-Kapitalismus, Technikkult und Nerd-Klischees. Eine bunte Nerd-Truppe, eine Geschäftsidee, gierig-skurrile Unternehmer, die an bekannte Größen aus der Welt der Zuckerbergs erinnern - "Silicon Valley" spielt sein echtes Vorbild grandios überspitzt nach.
Im Laufe der Dreharbeiten mussten die Produzenten einen tragischen Todesfall verkraften. Christopher Evan Welch, Darsteller des Investors Peter Gregory, verstarb im Alter von 48 Jahren nach einem Krebsleiden.
Eine witzig skurrile Serie verspricht unterhaltsame Abende. Wer immer schon mal hinter die Kulissen einer Unternehmensentstehung schauen wollte und dabei herzlich lachen will, kommt hier auf seine Kosten. Die genialen Nerds erinnern nicht zuletzt an The Big Bang Theory. Die Serie setzt keine neuen Maßstäbe, aber ein lustig lockerer Zeitvertreib ist sie allemal. 

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